Erfolgreicher Wandel zum „Museum für alle“ – Change-Management-Methoden im Museum

Vor mehr als zehn Jahren haben sich Deutschland und 158 weitere Länder mit der Unterzeichnung der UN-Behindertenrechtskonvention verpflichtet, Barrierefreiheit und Inklusion im gesellschaftlichen Leben umzusetzen. Angebote von Museen und Kultureinrichtungen gehören eindeutig dazu. Viele Museen sind mit der Umsetzung der UN-Anforderungen allerdings überfordert. Die Folge sind oft mangelhafte Ergebnisse, verschwendete Budgets und ratlose Mitarbeiter. Darum unser Vortrag: (mehr …)

Das Museum für Alle ist für uns Alle

Was alles möglich ist, ist fast unbeschreiblich viel.  Aber nehmen Sie den Druck raus und fangen Sie mit dem an, was am schnellsten, preiswertesten und effektivsten ist. Pflanzen Sie den Inklusionsgedanken und lassen Sie ihn bei jedem Planungs- und Veränderungsgespräch, bei jedem Umbau und Aufbau von Anfang an einfließen. Es gibt Maßnahmen an allen Enden: Manche Museen bieten gern spontan die Begleitung eines fachkundigen Mitarbeiters an. Dazu einen Satz gefühlsechte Handschuhe für den Besucher, wenn es sich um besonders empfindliche Exponate handelt. Man darf dann als Blinder auch Absperrungen öffnen und an viele Exponate rangehen. Von ausgewählten Gemälden werden Reliefs oder haptisch selbsterklärende Umsetzungen angeboten, von Skulpturen Abgüsse und von Großexponaten Modelle. Ein Museumsführer und das Orientierungs- und Beschriftungssystem wird zusätzlich in Blindenschrift angefertigt. Taktile und gerne auch zusätzlich optische Bodenleitsysteme ersetzen Wegweiser für einen Rundgang zu den wichtigsten oder allen relevanten Exponaten.  Vielleicht werden für manche Exponate Erklärende taktile Grafiken in einer schicken Umhängetasche zusammen mit dem Audioguide für Blinde und Sehbehinderte angeboten.

Die Museumsmesse Focus zum „Museum für Alle“

 

Der unsichtbare Aufzug