Untersuchungen zeigen, dass inklusives Design die Kundenreichweite um das Vierfache steigern kann

Studien, die vom Centre for Inclusive Design in Zusammenarbeit mit Adobe und Microsoft durchgeführt wurden, haben ergeben, dass Produkte und Dienstleistungen, die auf die gesamte Breite der Bedürfnisse von Menschen zugeschnitten sind, das Vierfache der Zahl der Nutzer erreichen können.

Inklusionsdenken früh in die Konzeptphase einbeziehen, verhindert Zusatzkosten

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ISO 30071-1 for digital access standards - everything you need to know

ISO 30071-1 describes requirements for the creation of barrier-free ICT products and services. Published on 28 May 2019, it is an international process-oriented standard that enables companies to embed accessibility requirements in their „business as usual“ processes.

ISO 30071-1 is the international guideline that supports website operators throughout the entire process of launching and creating websites.

ISO 30071-1 applies to all digital products (or ICT systems) – including usability of VR/AR headsets, smart speakers, kiosks, on-board and in-car entertainment systems, gaming consoles, ATMs and electronic checkout systems; it also takes into account the context of use of these products and what to do if the supporting technologies and access policies that normally enable access to digital products are not available on a device.

ISO 30071-1 describes a process to ensure that digital products are accessible during commissioning and maintenance and streamlines it into 8 points that can be integrated into any software development lifecycle methodology that teams use to create their products.

ISO 30071-1 updates and clarifies the recommendations on the relationship between integrative design and user personalized approaches to accessibility, including when it comes to setting additional personalized accessibility requirements.

ISO 30071-1 updates the business cases to better adapt them to the diverse and different legislations in different countries that promote or prescribe accessibility.

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Reading accessible - sophisticated implementation

Titelseite taktil Kinderliteratur

An ordinary paperback book can be used with the appropriate expertise and technology for reading blind people. The texts are embossed on paper in Braille braille and graphics, if suitable, are converted tactilely.

Graphic production for children’s literature as threshold pressure

Book block before binding. Tactile children’s literature in Braille with graphics

Title page of the book

 

Grafikproduktion taktil Kinderliteratur
Grafikproduktion für Kinderliteratur als Schwelldruck
Umsetzung taktil Kinderliteratur
Buchblock vor dem Binden. Taktile Kinderliteratur in Braille mit Grafiken
Titelseite taktil Kinderliteratur
Titelseite des Buches

Fachliche Beratung bei der Ausschreibung der Ausstellungserweiterung im Berliner Südgelände

Das Bild zeigt eine handmodellierte Waldohreule mit spezieller Haptik für blinde Betrachter

Die Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz im Referat Naturschutz, Landschaftsplanung, Forstwesen beauftragte mich mit der fachlichen Beratung und Unterstützung bei Planung und Durchführung der Barrierefreiheit für das Pilotprojekt Natur-Park Schöneberger Südgelände.

Was bietet eine Begleitung und welche Leistungen bringe ich als Experte ein?

  • Erörterung verschiedener taktiler Produktionstechniken und deren Auswirkung auf die gestalterische Umsetzung.
  • Diskussion bzw. gemeinsame Herausarbeitung des zu erreichenden Ziels (Didaktik, Zielgruppen, Ideale, Kompromisse, Ästhetik, Nachhaltigkeit etc.)
  • Zeitplanung der Arbeitsschritte und der Produktion
  • Konzeptionelle und Inhaltliche Vorbereitung
  • Entwurf eines darauf ausgerichteten Leistungsverzeichnisses
  • Auswahl der Bieter und Prüfung der Sachkenntnisse der Bieter im Bereich Braille und Produktion, Vorschlagsliste
  • Ausarbeitung der Kriterien für die Wertung der Bieter-Angebote
  • Begleitung im Bieterverfahren, z.B. Beantworten von Fachfragen hinsichtlich Barrierefreiheit und geeigneter Techniken.
  • Begleitung im Bieterverfahren, z.B. Auswerten der technischen oder konzeptionellen Inhalte der Angebote, ggf. neuer Zielabgleich aufgrund neuer Sachlage.

AOK Nordost builds on inclusion - consulting contract

Who if not the AOK? All future buildings and conversions of AOK counselling centres will be considerably more barrier-free than all previous ones. As a consultant, I will accompany this transformation. In future, all aspects of accessibility will be considered, expertly discussed and, if possible, implemented at every location. We are talking about the whole canon of possibilities for accessible construction, design and service. What is planned today will be implemented in a few years in over 100 counselling centres.

The „Centrum für Gesundheit“ in the Müllerstraße in Berlin will be a unique project in Germany. This medical and consulting center will be implemented – supported by the Executive Board – as a lighthouse project for inclusion and accessibility. 

It pays to be involved as a consultant in the projects as early as possible. The early planning phase for architects, interior designers and graphic designers is the best time to get started. Here, thinking can be steered in the right direction without additional costs and decisions can be corrected before implementation.

Humboldt-Forum beauftragt inklusive Exponate für die Dauerausstellung „Berlin und die Welt“

Gemeinsam mit dem Stadtmuseum entwickelt die Kulturprojekte Berlin GmbH eine Ausstellung über Berlin und die Welt im Humboldt Forum.

Auf einer Fläche von 4.000 qm verknüpft die Berlin-Ausstellung anhand verschiedener Themenaspekte die internationalen Verflechtungen der Stadt und befragt ihre Vergangenheit und Gegenwart. Im ersten Obergeschoss des wiederaufgebauten Stadtschlosses fügt sich die Berlin-Ausstellung räumlich wie inhaltlich als Bindeglied im Humboldt Forum ein. Sie soll zeigen, wie die Welt Berlin beeinflusst, aber auch, wie Berlin auf die Welt wirkt.

Einzelne Ausstellungsflächen werden Künstler*innen, Vereinen und Initiativen für themenspezifische Präsentationen zur Verfügung gestellt.
Zum Anschauen, Anfassen und Zuhören entwickelt, wird die Ausstellung auch integrative und partizipative Elemente einschließen, die Besucher*innen teilhaben lassen.

Für die Entwicklung dieser Stationen, die als inklusive Ereignisse für alle geplant sind, wurde ich beauftragt. Die Vermittlung mit allen Sinnen für ein großes Publikum soll in dieser Ausstellung eine besondere Rolle spielen.

Instant audio guide. Information on the object itself provides orientation and information for everyone

TellDing ist ein "instant Audioguide" und Orientierungssystem in einem.

TellDing® is a system that provides visitors to a building or exhibition with individually adapted information about the object via audio. This audio information can also be used for orientation towards the object. An elevator or a staircase will therefore speak „Stairs to floors 2 to 8“ from any distance that can be preset. A blind visitor can then orientate himself and move precisely. More information at TellDing.de

TellDing is an „instant audio guide“ and orientation system in one.

Hidden or exposed, it uses a proximity sensor to provide information in the language and depth of the visitor’s individual needs.

TellDing as an orientation system provides blind visitors with acoustic guidance to the object.

Ästhetik und Barrierefreiheit sind vereinbar

Voll-3D-Modell eines Krokodils mit Audiofeedback

Inhalte begreifen und verstehen statt konsumieren und vergessen. Das ist für alle Museumsbesucher ein großer Gewinn – und für manche davon sogar alternativlos und notwendig. Alle Menschen brauchen Inklusion früher oder später. Blinde Menschen brauchen sie jetzt!

Ein Museum ästhetisch barrierefrei machen: Preiswert, attraktiv und sinnvoll für alle. Das geht! Taktile Grafik, diverse Orientierung und allgemein verständliche Sprache sowie Objekte zum Anfassen.  Ich zeige Ihnen gerne, wie.

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Senatsverwaltung wertet konventionelle Ausstellung mit Mehrwert für alle auf

Ein Buch mit einfachen Texten, Punktschrift und großartigen Grafiken, taktil umgesetzt

Unter dem Titel „natürlich Berlin!“ wurde eine Ausstellung eröffnet, die konventionell gedacht, aber inklusiv umgesetzt wurde.

Die Ausstellung zu erweitern um sie auch Kindern ab Klasse 5, Menschen mit schlechtem Sehvermögen, blinden Menschen, Menschen in Eile und Touristen zugänglich zu machen, wurde spät beschlossen – aber nicht zu spät. „Senatsverwaltung wertet konventionelle Ausstellung mit Mehrwert für alle auf“ weiterlesen

Kopien von urheberrechtlich geschützten Werken

Zugang zu urheberrechtlich geschützten Werken       

Über die Frage, in welcher Form urheberrechtlich geschützte Werke (z. B. Bücher, Filme etc.) vervielfältigt und verbreitet werden, entscheidet der Urheber/die Urheberin bzw. der Rechteinhaber/die Rechteinhaberin. 

Es war deshalb nicht immer möglich, urheberrechtlich geschützte Texte z. B. auch in Blindenschrift zur Verfügung zu stellen. 

§ 45a UrhG ermöglicht Menschen mit Behinderungen deshalb seit dem 13. September 2003 den erlaubnisfreien Zugang zu urheberrechtlich geschützten Werken.

Können sie ein Werk sinnlich nicht wahrnehmen, so erlaubt es diese Vorschrift, das Werk in eine andere Wahrnehmungsform zu übertragen. 

Konkret bedeutet dies, dass beispielsweise Werke der Literatur für blinde Menschen auf Tonträger aufgenommen oder in Blindenschrift übertragen werden dürfen.  

Auch die Weitergabe an andere behinderte Menschen ist zulässig, wenn damit keine kommerziellen Interessen verfolgt werden. 

Zum Ausgleich für diese Nutzung steht dem Urheber eine Vergütung zu.    

Das Urheberrechtswahrnehmungsgesetz stellt dabei in § 13 Absatz 3 UrhG sicher, dass die Verwertungsgesellschaften bei ihrer Tarifgestaltung und bei der Einziehung der Vergütung auf die sozialen Belange des Zahlungspflichtigen Rücksicht nehmen. 

 

Gastbeitrag einer erblindeten Kunstkennerin

Tate London: Anfassen erlaubt
Anette Bach

Ist Kunst zu begreifen?

Eine Rodin-Ausstellung im Folkwang-Museum in Essen! Für mich ein Ereignis! Die Jahre meines Lebens, in denen ich sehen konnte, waren geprägt von Freude und Interesse an der Kunst. Ich habe das Zeichnen geliebt, aber auch Gemälde und die Bildhauerei. Auch wenn ich nicht mehr sehen kann, hat sich mein Interesse für, ich würde sogar sagen, mein Bedürfnis nach Kunst nicht geändert. Also fahre ich nach Essen. An Rodins Werke kann ich mich gut erinnern. Der berühmte „Denker“, „Die Bürger von Calais“ und erst „Der KUSS“. Was würde die Ausstellung bringen? Frust pur! Ich durfte nichts anfassen.

Ich mochte es gar nicht glauben. Was konnte ich an Steinskulpturen zerstören, wenn ich sie nur mit meinen Händen berührte? „Gastbeitrag einer erblindeten Kunstkennerin“ weiterlesen

Auszeichnung durch den Bundespräsidenten Frank Walter Steinmeier

Ich freue mich, daß heute meine Initiative #goinclusive auch von ganz oben, also vom Bundespräsidenten anerkannt wird und ausgezeichnet wurde.

Gutes Design, gute Architektur, gute Wissensvermittlung ist immer für ALLE Anwender verständlich und nutzbar. Dazu haben wir (schweizergestaltung, Werk5 und ich) uns zusammengeschlossen und beraten und unterstützen Unternehmen, Designer, Museen, Institutionen, Produkthersteller und die Politik dabei, diese Aspekte ohne ästhetische oder inhaltliche Abstriche umzusetzen.

Auszeichnung: ausgezeichnete orte

Alternativen zu Mondpreisen in der Hilfsmittelbranche sind in Sicht

Günstige Produkte die mehr können oder preiswerter sind, als die aus dem Hilfsmittelkatalog der deutschen Krankenkassen, könnten die Welt der blinden Verbraucher verändern.

Es gibt unendlich viele Dinge, die dringend besser werden müssen und der Aufwand dafür ist teils sehr groß. Die Hilfsmittelindustrie, allen voran die Braillezeilenhersteller, sind in der Steinzeit stehen geblieben, sowohl technisch als auch von der Haltung. Die Geräte sind so unerträglich schlecht, dass in fast allen Fällen nicht einmal die Vertreter der Hersteller sie bedienen können. Schulungen und Unterricht über Tage und Wochen sind nötig um eine einfache Textverarbeitung zu verstehen – ganz zu Schweigen vom ganzen System.
Heute gibt es Bedienkonzepte, die dem komplementär entgegenstehen. Diese könnten ganz besonders für sinneingeschränkte Nutzer nützlich sein. Aber man muss dafür kluge Leuteinterdisziplinär zusammenbringen und wirklich neu denken können und wollen.

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Was sind rote Zugänge? Lernen Sie mit und helfen Sie mit.

Screen-Shot Wheelmap

Design for All, das bedeutet schlicht Nutzbarkeit von Design, Produkten und Architektur. Man denkt, das sei Standard, aber weit gefehlt! Nicht jeder Kreative und Architekt denkt an alle Nutzer. So kann man auf der Wheelmap sehen, welche Orte nicht für → alte Menschen, → Kinderwagen, → Lieferanten und → Rollstuhlfahrende geeignet sind. Zum Glück sieht man auch die, die erreichbar sind. Das ist der Sinn der Wheelmap. Darunter sind auch so existenzielle Orte wie → Schulen, → Supermärkte, → Ärzte und → Behörden.

Was Layouter bzw. Editorial-Designer und Web-Designer falsch machen können

Eigentlich ist es ganz einfach. Aber leider nur, wenn der/die Layouter bzw. Editorial- oder Web-Designer von Anfang an, also beim Aufbau des Dokuments fünf simple Regeln beachten. Wenn sie das nicht tun, dann wird es praktisch unmöglich (weil beinahe unbezahlbar) hinterher ein PDF, ein Ebook oder eine Website barrierefrei zu machen.

Barrierefreie Layouts für E-Books und Websites haben „Was Layouter bzw. Editorial-Designer und Web-Designer falsch machen können“ weiterlesen

Erfolgreicher Wandel zum „Museum für alle“ – Change-Management-Methoden im Museum

Vor mehr als zehn Jahren haben sich Deutschland und 158 weitere Länder mit der Unterzeichnung der UN-Behindertenrechtskonvention verpflichtet, Barrierefreiheit und Inklusion im gesellschaftlichen Leben umzusetzen. Angebote von Museen und Kultureinrichtungen gehören eindeutig dazu. Viele Museen sind mit der Umsetzung der UN-Anforderungen allerdings überfordert. Die Folge sind oft mangelhafte Ergebnisse, verschwendete Budgets und ratlose Mitarbeiter. Darum unser Vortrag: „Erfolgreicher Wandel zum „Museum für alle“ – Change-Management-Methoden im Museum“ weiterlesen