Ölgemälde haptisch erfassbar – die nächste Stufe

Zusammen mit unserem #goinclusive-Partner Werk5 GmbH arbeiten wir weiter an der nächsten Generation inklusiver taktiler Medien. In der Werkstatt liegt derzeit für den Dauertest unter Sonnenlicht und massenhafter Berührung die farbige Variante des Felix-Nussbaum-Gemäldes „Selbstbildnis mit Judenpass“.

Das neue und einzigartige ist die vollfarbige Kopie des Gemäldes auf der taktilen Form. Daraus ergibt sich eine einzigartige Symbiose aus Realität und Gemälde. Blinde, sehbehinderte und sehende Besucher erleben und begreifen das selbe Objekt.

„Faszinierend! Es ist, als ob Felix Nussbaum selbst da wäre.”

Taktil und noch näher am Original
Nussbaum in Farbe – noch näher am Original

Hands free! in museums, at work or at school with the canesitter

Imagine that you need both hands available, but unfortunately one hand is always busy holding or pinching something. If you need a white cane for protection and want to get rid of it temporarily at every exhibit in the museum or at the voting booth for writing, or when changing in the gym, you are usually looking in vain. That’s why I developed the Canesitter. A quick clamp that can be adapted to any color design, suitable for any white cane.

Der Langstockhalter an einem Museumsexponat

Compact, shapely, durable, inexpensive and available in dozens of colour combinations.

canesitter Langstockhalter
über 60 Farbkombinationen sind möglich

For further information and ordering please contact service@canesitter.com. 

Here you can find more info: canesitter.com

Der Langstockhalter an einem Exponatetisch im Museum

The standard module: Housing dark grey, clamp black costs 24,99€ incl. VAT. All other colours and combinations cost 29,75€ incl. VAT. The delivery time is currently about two weeks.

 

 

Websites öffentlicher Stellen müssen ab jetzt öffentlich erklären warum sie ggf. nicht voll barrierefrei sind

Ab 23. September 2020 müssen alle Webseiten öffentlicher Stellen eine Erklärung zur Barrierefreiheit haben. Wenn ein Nutzer durch eine Barriere an der Nutzung gehindert wird, die in der Erklärung nicht aufgeführt ist, kann er diese melden.

Wie der rechtliche Hintergrund aussieht, erklärt DBSV-Rechtsreferentin Christiane Möller:

Alle Internetseiten öffentlicher Stellen müssen seit heute eine Erklärung zur Barrierefreiheit aufweisen. Das beruht auf europäischen Vorgaben (Richtlinie 2016/2102). Für Apps gilt das erst vom 23. Juni nächsten Jahres an. Öffentliche Stellen sind zum Beispiel Behörden, Ministerien, Krankenkassen, aber auch Einrichtungen der Daseinsvorsorge, wie etwa kommunale Nahverkehrsunternehmen oder Abfallentsorger. Die Erklärung zur Barrierefreiheit gibt an, welche Teile oder Inhalte der Internetseite (noch) nicht vollständig barrierefrei gestaltet wurden und warum. Sofern vorhanden, ist ein Hinweis auf barrierefrei gestaltete inhaltliche Alternativen anzugeben. Außerdem muss die Möglichkeit gegeben werden, Barrieren zu melden (Feedback-Mechanismus). Öffentliche Stellen müssen innerhalb eines Monats auf eingehende Anliegen antworten. Die Erklärung und der Feedback-Mechanismus müssen von der Startseite und jeder Seite einer Website erreichbar sein. Wenn die Antwort auf gemeldete Barrieren aus Sicht der Nutzerin oder des Nutzers unbefriedigend ist, soll eine Möglichkeit zur Streitbeilegung benannt werden. Im Falle von Bundesbehörden ist das das Schlichtungsverfahren nach dem Behindertengleichstellungsgesetz (BGG).

Für die Seiten der öffentlichen Stellen der Bundesländer und Kommunen gibt es je nach Land eigene Streitbeilegungssysteme. Hilft all das nicht, bleibt zum Schluss der Weg zu den Gerichten, um Barrierefreiheit einzuklagen, auch für Verbände von Menschen mit Behinderungen. Um das Mittel der Verbandsklage zu etablieren und so Barrierefreiheit voranzubringen, führt der DBSV derzeit das Projekt „Barrierefreiheit durchsetzen, Diskriminierung ahnden“ durch.

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How does an oil painting become a crowd puller and also "visible" to blind museum visitors?

An important painting by Felix Nussbaum, the „Self-Portrait with the Jew’s Pass“, is to become a new crowd puller at the Felix Nussbaum Museum in the Osnabrück Museumsquartier through a 3D implementation.

Nussbaum-Relief

For this purpose, we used our capabilities to model the painting digitally as a relief and then to have it created from a Corian block using a computer-controlled state-of-the-art 5-head milling machine. Using CAD, we determine the surface structure (for the adequate haptics) and depth of the components according to pedagogical aspects for the blind and, like a sculptor, we redesign the work in the artist’s sense – with a focus on tactile mediation.

Umsetzung eines Felix Nussbaum-Gemäldes in Relief und Braille

Why museums must adopt a culture of accessibility

Beyond compliance with legal requirements: Museums must consider accessibility and inclusion as a permanent obligation. Access to social heritage and culture can be considered a fundamental right of all people, regardless of their identity or possibilities.

Museum professionals have a duty to facilitate access and make appropriate adjustments. Access is not limited to the needs of people with physical disabilities. Some groups have needs that may not be seen. All forms of disability, including reduced mobility, visual or hearing impairments, learning difficulties, limited strength or mobility, and language and communication difficulties must be taken into account.

Respecting equal access and inclusion in museums goes beyond compliance: it is about doing the „right thing“ now.

It is about ensuring that equal access is embedded in the culture and structures of the organisation and should not be seen as an „extra service“.

The responsibility thus assumed is also forward-looking and cost-effective for the museum. By understanding the needs of visitors and ensuring that these are taken into account in the preparation of the visit and from the start of new projects, no corrections, adaptations or parallel worlds are necessary.

#goinclusive can help museums to make their collections, buildings, programmes and services accessible to the entire public and has done so in many cases over the years. #goinclusive has supported numerous projects with creative and innovative approaches to improve access and promote inclusive practice in museums. Over the years, we have consistently pursued innovative ways to break down barriers and expand the participation of different audiences and visitors.

Simple, cost-effective things you can do include: Forward planning. User involvement and participation to find solutions. Working with organizations that support people with disabilities. Training and raising staff awareness of equality and diversity, including disability awareness training. We would be happy to advise and support you in these steps towards the realisation of your projects.

Ankündigung: Treffen Sie mich auf der SightCity im Mai in FFM

Die SightCity ist die größte internationale Fachmesse für Blinden- und Sehbehinderten-Hilfsmittel.

Ich werde voraussichtlich am Donnerstag 28. und Freitag 29. Mai dort sein und freue mich auch auf Verabredungen. Kontaktieren Sie mich im voraus, damit ich mir die Zeit für Sie nehmen kann.

Sie findet statt vom 27. bis 29. Mai 2020 im Kap Europa, dem Kongresshaus der Messe Frankfurt in Frankfurt am Main.

Buchempfehlung „Mismatch: How Inclusion Shapes Design“

In ihrem Buch Mismatch: How Inclusion Shapes Design (MIT Press, 2018), argumentiert Kat Holmes, dass eine inklusive Umwelt über das Einhalten vorgeschriebener Dimensionen hinausgeht: „Es berücksichtigt auch die psychologischen und emotionalen Auswirkungen auf die Menschen.“ Holmes, UX Design Director bei Google, behauptet, dass inklusives Design nicht als eine nebensächliche Verpflichtung, sondern als ein Katalysator für Innovation angesehen werden sollte. Dieser Ansatz baut nicht nur Barrieren ab, sondern fördert auch die Eigeninitiative.

Wenn man Holmes‘ Argument auf Architektur anwendet, kann man überzeugende Beispiele für inklusives Design auf mehreren Ebenen als Chance und nicht als Hemmnis entdecken.

Das nationale Umsetzungsgesetz zum EAA für private Unternehmen

Eine unmittelbare Verpflichtung der privaten Unternehmen in Deutschland ergibt sich erst aus der nationalen Gesetzgebung. Dennoch ist es für Unternehmen heute schon wichtig und vorausschauend, sich auf die Rechtsentwicklung einzustellen.

Die Regelung gilt für Produkte, die nach dem 28. Juni 2025 in Verkehr gebracht, und Dienstleistungen, die nach dem 28. Juni 2025 erbracht werden.

Was ist also demnächst barrierefrei zu gestalten?

Die Richtlinie verpflichtet unter anderem, den gesamten Online-Handel barrierefrei zu gestalten. Lediglich Kleinstunternehmen, die weniger als zehn Beschäftigte und höchstens einen Jahresumsatz oder eine Jahresbilanzsumme von 2 Millionen Euro haben, sind ausgenommen.

Außerdem müssen Hardware-Systeme für die Benutzer/-innen barrierefrei gestaltet werden und zwar einschließlich der Oberflächen bzw. Schnittstellen wie Betriebssysteme. Also alle Computer, Smartphones und Tablets sowie natürlich Bestell- oder Zahlungsterminals, die sich in einer realen Verkaufsstelle befinden (natürlich auch ein Kartenlesegerät im Supermarkt oder auch eine Parkuhr im öffentlichen Raum).

Weitere Verpflichtungen zur barrierefreien Gestaltung betreffen:

  • Bankdienstleistungen, einschließlich Geldautomaten, worunter auch Bankautomaten zu verstehen sind
  • die elektronische Kommunikation
  • den Zugang zu audiovisuellen Medien.  Zu den audiovisuellen Medien zählen nicht nur die audiovisuellen Angebote aller öffentlich-rechtlichen sondern auch die der privaten Fernsehanstalten.
  • Video-on-Demand-Angebote (Fernsehen auf Abruf), die von internationalen Streaming-Diensten verbreitet werden
  • die Barrierefreiheit audiovisueller Mediendienste werden in einer eigenen Richtlinie geregelt (2018/1808).
  • E-Books
  • Aspekte der Personenverkehrsdienste bezogen auf alle vier Verkehrsträger: Flug, Bahn, Bus und Schiff.

 

Welche Anforderungen sind umzusetzen?

  • Grundverständnis = es geht um maximale Nutzung durch Menschen mit Behinderungen, nicht um Gleichberechtigung
  • Die bauliche Umwelt, in der Dienstleistungen erbracht werden, die von der Richtlinie erfasst werden, müssen den Barrierefreiheitsanforderungen genügen

    Vorgaben für die nationale Umsetzung

    • Die Richtlinie ist bis zum 28. Juni 2022 in nationales Recht umzusetzen
    • Die deutschen Gesetze müssen ab dem 28. Juli 2025 angewandt werden

Der „European Accessibility Act“ – Was muss künftig barrierefrei gestaltet werden?

Am 28. Juni 2019 trat die Richtlinie (EU) 2019/882 des Europäischen Parlaments und des Rates über die Barrierefreiheitsanforderungen für Produkte und Dienstleistungen, der sogenannte „European Accessibility Act (EAA)“, in Kraft.

Nicht nur Online-Handel, Hardware und Betriebssysteme, Geldautomaten und E-Books. Der EuropeanAccessibility Act (EAA) verpflichtet fast alle Anbieter zur Barrierefreiheit ihrer Produkte. Welche es in Deutschland genau geben wird, wird aber erst künftig durch das deutsche Gesetz geregelt werden.

Ich werde das Thema unter dem Stichwort „European Accessibility Act (EAA)“ in meinen Beiträgen vertiefen, sobald es absehbare Bestimmungen gibt. In einer ersten Einschätzung lesen Sie, welche Produkte und Dienstleistungen von der Richtlinie betroffen sind und insofern künftig barrierefrei zu gestalten sind.

Consulting services for the redesign of the exhibitions in the Museum Lichtenberg

Ansicht Museum LichtenbergA reference library on Berlin and regional history and a local history archive are attached to the museum.
In addition, programmes on district history, the preservation of culture and tradition, as well as museum education projects and research activities with and for children and young people or groups of schoolchildren are offered.

The contract for expert consulting and supporting planning and implementation includes:

  1. Expert consulting regarding inclusion and the corresponding pedagogy during conception, curation and design.
  2. Expert evaluation and consultancy on drafts, concepts and plans for accessibility and inclusion. If necessary, recommendations for the improvement of accessibility or the achievement of inclusion.
  3. Assessment of concepts and drafts by representatives of the user groups and feedback workshop to check results. 
Expenses for management, support, organisation, accounting etc.
  4. Final approval of furniture, architecture, exhibits, guidance system, design etc. in terms of accessibility and inclusion. If necessary deficiency report.

Alle Einrichtungen des Bundes müssen nun ihre Inhalte barrierefrei anbieten

Nach der EU-Richtlinie sind alle die Stellen, die zur Einhaltung der EU-Vorschriften zur Vergabe öffentlicher Aufträge verpflichtet sind, auch zur Barrierefreiheit von Websites und mobilen Anwendungen verpflichtet.

Projektträger und andere Zuwendungsempfänger sind nur dann zur digitalen Barrierefreiheit verpflichtet, wenn sie eine Finanzierung von mehr als 50 Prozent durch den Bund genießen. Zuwendungen – egal ob institutionell oder projektbezogen – stellen eine Finanzierung durch den Bund dar. Die öffentlichen Stellen des Bundes werden in gleichem Umfang wie die Bundesbehörden verpflichtet, nicht nur Websites und mobile Anwendungen, sondern auch elektronische Verwaltungsabläufe barrierefrei zu gestalten.

Websites (inklusive Intranets und Extranets), Apps sowie elektronische Verwaltungsabläufe (vgl. § 12a Absatz 1 BGG). Während unter die Richtlinie nur Apps fallen, die öffentlich zugänglich sind, verlangt die BITV 2.0 auch, dass Apps, die nur von einen geschlossenen Kreis von Personen oder Stellen genutzt werden können, barrierefrei zu gestalten sind.

Die sogenannte „Erklärung zur Barrierefreiheit“ ist eine Neuerung, die die EU-Richtlinie eingeführt hat. Sie gilt für Websites und Apps.

Die Erklärung zur Barrierefreiheit hat folgende Bestandteile:
1. Erklärung zur Barrierefreiheit der Website/App
2. Feedbackmechanismus
3. Hinweis auf die Schlichtungsstelle BGG

Zusätzlich ist zu beachten, dass auf Websites (nicht in mobilen Anwendungen) die wesentlichen Inhalte der Erklärung zur Barrierefreiheit in Deutscher Gebärdensprache (DGS) und in Leichter Sprache zur Verfügung zu stellen sind.

Erklärung zur Barrierefreiheit der Website/App

In der Erklärung zur Barrierefreiheit ist anzugeben, welche Teile oder Inhalte der Website bzw. der App (noch) nicht vollständig barrierefrei gestaltet wurden und warum. Sofern vorhanden, ist ein Hinweis auf barrierefrei gestaltete inhaltliche Alternativen anzugeben. Die Erklärung muss von der Startseite und jeder Seite einer Website erreichbar sein.

Auf der Website bzw. in der App muss die Möglichkeit gegeben werden, Feedback zu geben, um (insbesondere) vorhandene Barrieren an die Behörde zu melden. Diese muss innerhalb eines Monats auf das Feedback antworten.

why you need an accessibility consultant

Accessibility is known to be mandatory for public buildings and buildings with public access.

It is often mistakenly assumed that this refers to wheelchair accessibility, but of course it goes far beyond that.

About 30 % of the German population (and this is calculated conservatively) are not within the „norm range“ of DIN, but depend on accessibility of various kinds. These 30% are extremely diverse. This shows that attention is required if one does not want to risk that many people feel excluded or are actually physically excluded. In the ideal case, however, we are not talking about corrections or additions being adapted retrospectively, but about an awareness being developed during the design process in order to produce good, aesthetic and impeccable „design for all“.

Of course, we know accessibility in everyday life without perceiving it: The seat and steering wheel position of a car can be changed for accessibility only. The typewriter, the straw, the bicycle, the touch screen, the pizza cutter, audio books and much more are based solely on considerations to support people with handicaps in an activity.

Barrier-free designs do not require any compromises in aesthetics (unfortunately this is a widespread prejudice). Accessibility is not ugly but a concept and design tool and design basis.

My task is to be a motivating contributor of ideas and a point of contact between clients, architects, interior, product and graphic designers, who has an eye on the diversity of the people out there and thus makes comprehensive solutions possible. Ideally, I’m involved in the design process at an early stage in the meetings – to bring in the idea and the enthusiasm for the project. A kick-off meeting to raise awareness in advance makes a lot of sense. During the actual implementation there are always a lot of questions and a learning process starts.

Factors for accessibility are cognitive understanding, optics and blindness, age, mobility, height, acoustics and hearing impairment or deafness, mobility, phobias, orientation and much more. Of course, this also applies to living spaces, housing estates, public squares and parks, museums and exhibitions, schools, event rooms, malls, hospitals and much more.

I hope to have clarified the idea and the background. Design and architecture without this background is not really possible and is hardly welcomed in the current competitions.

Therefore every architecture and design office needs knowledge and empathy to create good solutions.

Current references:

  • Museum Lichtenberg;
  • Senate of Berlin, public park and nature park exhibition;
  • German Museum of Technology, accessible art education,
  • AOK Nordost, accessibility and orientation system in counselling centres and medical centre;
  • Prevention centre VBG BGW Hamburg Accessible guidance and orientation system;

We offer a unique tactile printing technology

Simulation einer Ölgemäldestruktur

Our unrivalled printing technology allows us to produce artwork in full colour range in any tactile structure. It is ideally suited for the presentation of works of art and for tactile graphics.

The final exhibit is hard and therefore has minimal abrasion by touch, and has a high to medium resistance to vandalism. The reproduction is very inexpensive.

We ensure low effort and low cost of production for replacement and exchange in case something has been damaged.

Simulation einer Ölgemäldestruktur
Simulation einer Ölgemäldestruktur
Simulation einer Holzstruktur
Simulation einer Holzstruktur

 


 

How helpful is Braille lettering?

Coca Cola mit Punktschrift

We often hear that question. Some time ago, the news was spread that hardly anyone still needs or learns Braille today because there are audio books and voice output on computers and smartphones. It is also repeatedly stated that most blind people are not capable of reading and writing Braille at all.

What is true and what is wrong? Here we look at facts.

Only apparently the age structure of blind people is the same as that of sighted people. But that is not true. As almost everyone’s eyesight declines over the course of their lives and some people even become very poor, older people are often classified as severely visually impaired or blind. Some go blind due to an accident, macular degeneration or inflammation of the eyes. There are many causes of visual impairment. Most occur in the course of life and not at birth. Thus the age pyramid is turned upside down in blind people.

What does this have to do with literacy?

While every blind child goes to school and learns to read and write with Braille, this is of course not the case for older people. They do not go to school, but in the best case they do trainings. Everyone can learn Braille, but not everyone wants to.  Some people don’t have the strength or motivation to learn Braille when they get older. That is regrettable but a fact. Older people do not find it so easy to learn and they have not developed the sensitivity in their fingers to keep the points apart. They have to acquire the sensitivity first. This is more difficult with increasing age. Most people who are over 50 years old and then go blind fall off the grid. So they become illiterate in old age. Here, large, palpably raised fonts help to highlight keywords. This is called profile writing or pyramid writing. However, reading them takes an extremely long time and is no alternative to Braille. However, it is the only form of readable font for this group. In the USA an experiment with fatal consequences was carried out when in the 90s it was believed that audio output on the computer was sufficient. Braille was not taught for years. A whole generation of blind Americans were thus deprived of their future. None of these people find a job on the regular job market as illiterates. Today, blind students are taught to read and write again at all schools. The children have a right to it like every seeing child.

Who can do Braille? How many are there?

All children who are born blind or blind in the first 16 years of life learn Braille reading and writing at school. After that, braille learning is optional, but almost everyone who goes blind under the age of 50 learns braille! Together these are about a third, that is roughly 50,000 people in Germany.

Is braille then worthwhile?

Definitely and without reservation, yes! Because a world without written information, without reading and writing leads inevitably to illiteracy and thus to absolute lack of opportunity on the job market and in the further training and complicates the participation in the social life completely substantially. For the group of blind people, not offering braille is often a lack of information and dependence on those who see by chance. Both are unacceptable for human rights and the individual. The question of the absolute number of beneficiaries is often asked in order to ask whether this can be justified financially. With the same argument one would have to question elevators, escalators, cycle paths, roads and the Internet in more remote areas and much more. Some of these would not have no alternative – Braille, on the other hand, does. „But I have never had a blind visitor here before“ is of course the result of the lacking or inadequate offer. Why should a blind person go to a museum where there is nothing for him except an overview map and an audio guide?

How to do the right thing?

The prerequisite for the chance of participation is that information is actually provided in Braille. Everywhere and as much as possible. Compared to visual communication, however, it remains a fraction. This is the sign we have to set. This sign is a non-negotiable must if one speaks of an inclusive society. A society in which we also want to live when we are old or have temporary impairments, permanent disabilities ourselves or with relatives. We all want to continue to be able to make our contribution to working life and family life and not be excluded.

Understood. And where should Braille be used?

Wherever it makes it easier or even impossible to distinguish between products. Where the autonomy of a blind person is made possible by receiving information or being able to operate devices without being forced to ask someone (of course he is still free). Where education and knowledge transfer becomes possible. Where orientation is made easier.

Schreiben und Sprechen über Menschen mit Behinderungen und ältere Erwachsene

Die Vokabeln ändern sich ständig, aber die folgenden Hinweise behalten ihre Gültigkeit.

  • Vermeiden Sie das Wort „Behinderter“;  es ist eine Person – und falls das für den besprochenen Aspekt wirklich relevant ist, „mit einer Behinderung“.
  • Ein Mensch mit einer Behinderung hat Dinge nicht „trotz seiner schweren Behinderung“ erreicht, sondern er tut es als Mensch – mit seiner Behinderung.
  • Beziehen Sie sich immer zuerst auf eine Person und nicht auf deren Behinderung; dies betont den Wert und die Fähigkeiten einer Person. Verwenden Sie niemals eine Behinderung als Adjektiv. Es ist kein blinder Schriftsteller, sondern ein Schriftsteller der blind ist. Konzentrieren Sie sich auf die Person, nicht auf die Behinderung.
  • Sehr missverständlich wirkt die Floskel „sie leidet an …“, oder „Personen, die unter … leiden„. Sofern die Person keine Schmerzen hat und dies selbst so äussert, ist dies nicht passend.
  • Verwenden Sie nicht „besonders“; dies trennt den Einzelnen von der Gruppe. Zum Beispiel sind Informationen nicht zu den „besonderen Bedürfnissen der Gruppe“ notwendig, sondern einfach wegen der „Bedürfnisse der Gruppe“.
  • Das Wort „Betroffene“ impliziert ein schweres Schicksal oder Leid und stellt die Personen als scheinbar bemitleidenswert dar.
  • Verwenden Sie keine Euphemismen wie „körperlich gefordert“ oder
    „herausgefordert“. Diese sind herablassend.
  • Benutzen Sie keine Etiketten: „Behinderte“, „Blinde“, „Gehörlose“ oder gar „normal“. Das Etikettieren von Menschen ist nicht angenehm. „Normal“ impliziert, dass eine andere Gruppe „nicht normal“ sei.
  • Denken Sie über Floskeln nach wie „an den Rollstuhl gefesselt“. Der Rollstuhl ist das Gegenteil: er bedeutet Freiheit für Menschen, die ihn nutzen.
  • Sprechen Sie niemals von krank, Krankheit oder umgekehrt von gesund, wenn es um angeborene oder bleibende Eigenschaften eines Menschen geht.
  • Unterlassen Sie es von einem Schicksal oder Schicksalsschlag zu sprechen. Oder von „Opfer“. Die Worte „betroffen“ und „Opfer“ implizieren alle Hilflosigkeit und emotionalisieren und sensationalisieren die Behinderung einer Person)

 

Consulting mandate for the new construction of the VBG BGW Prevention Centre in Hamburg

Architektursimulation

(Foto: Auer Weber Assoziierte)

The Ippolito Fleitz Group GmbH Identity Architects commissioned Steffen Zimmermann as a consultant for accessibility for the planning and design of the new centre of excellence in Hafencity of the two associations VBG and BGW

The new centre is to be a beacon project for accessibility and future and trend-setting preventive work.

The Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW) and the Verwaltungs-Berufsgenossenschaft (VBG) are the building owners and operators in Hamburg HafenCity. From 2022, they intend to launch new qualification, event and consulting services there, among other things, and make it possible to experience both healthy and safe working in theme worlds. The two associations are two of the largest in Germany.

Inclusion is a priority right from the conceptual approach

The building is to be highly accessible and exemplary in the way that training institutions can be designed to be inclusive. In addition to model workplaces, the planned Prevention Centre will feature theme worlds and exhibitions that make the prevention of occupational accidents, occupational diseases and work-related health hazards tangible. The services will also be available in part to the general public. In addition, individual advice and training for insured persons with work-related health problems is planned. My expertise is particularly evident in the orientation and guidance system as well as in the information services, whether digital, passive or active. This also applies to the revision of the house font for a tactile typeface, which is used in the guidance system as a raised relief font. Furthermore, all elements of the system are equipped with Braille (braille for blind visitors) and high-contrast large print. Orientation in the building and guidance through the building is supported by a floor guidance system. Everything is wheelchair accessible and conveniently accessible for people of all ages.

Untersuchungen zeigen, dass inklusives Design die Kundenreichweite um das Vierfache steigern kann

Studien, die vom Centre for Inclusive Design in Zusammenarbeit mit Adobe und Microsoft durchgeführt wurden, haben ergeben, dass Produkte und Dienstleistungen, die auf die gesamte Breite der Bedürfnisse von Menschen zugeschnitten sind, das Vierfache der Zahl der Nutzer erreichen können.

Inklusionsdenken früh in die Konzeptphase einbeziehen, verhindert Zusatzkosten

„Untersuchungen zeigen, dass inklusives Design die Kundenreichweite um das Vierfache steigern kann“ weiterlesen

ISO 30071-1 for digital access standards - everything you need to know

ISO 30071-1 describes requirements for the creation of barrier-free ICT products and services. Published on 28 May 2019, it is an international process-oriented standard that enables companies to embed accessibility requirements in their „business as usual“ processes.

ISO 30071-1 is the international guideline that supports website operators throughout the entire process of launching and creating websites.

ISO 30071-1 applies to all digital products (or ICT systems) – including usability of VR/AR headsets, smart speakers, kiosks, on-board and in-car entertainment systems, gaming consoles, ATMs and electronic checkout systems; it also takes into account the context of use of these products and what to do if the supporting technologies and access policies that normally enable access to digital products are not available on a device.

ISO 30071-1 describes a process to ensure that digital products are accessible during commissioning and maintenance and streamlines it into 8 points that can be integrated into any software development lifecycle methodology that teams use to create their products.

ISO 30071-1 updates and clarifies the recommendations on the relationship between integrative design and user personalized approaches to accessibility, including when it comes to setting additional personalized accessibility requirements.

ISO 30071-1 updates the business cases to better adapt them to the diverse and different legislations in different countries that promote or prescribe accessibility.

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