Kopien von urheberrechtlich geschützten Werken

Zugang zu urheberrechtlich geschützten Werken       

Über die Frage, in welcher Form urheberrechtlich geschützte Werke (z. B. Bücher, Filme etc.) vervielfältigt und verbreitet werden, entscheidet der Urheber/die Urheberin bzw. der Rechteinhaber/die Rechteinhaberin. 

Es war deshalb nicht immer möglich, urheberrechtlich geschützte Texte z. B. auch in Blindenschrift zur Verfügung zu stellen. 

§ 45a UrhG ermöglicht Menschen mit Behinderungen deshalb seit dem 13. September 2003 den erlaubnisfreien Zugang zu urheberrechtlich geschützten Werken.

Können sie ein Werk sinnlich nicht wahrnehmen, so erlaubt es diese Vorschrift, das Werk in eine andere Wahrnehmungsform zu übertragen. 

Konkret bedeutet dies, dass beispielsweise Werke der Literatur für blinde Menschen auf Tonträger aufgenommen oder in Blindenschrift übertragen werden dürfen.  

Auch die Weitergabe an andere behinderte Menschen ist zulässig, wenn damit keine kommerziellen Interessen verfolgt werden. 

Zum Ausgleich für diese Nutzung steht dem Urheber eine Vergütung zu.    

Das Urheberrechtswahrnehmungsgesetz stellt dabei in § 13 Absatz 3 UrhG sicher, dass die Verwertungsgesellschaften bei ihrer Tarifgestaltung und bei der Einziehung der Vergütung auf die sozialen Belange des Zahlungspflichtigen Rücksicht nehmen. 

 

Auszeichnung durch den Bundespräsidenten Frank Walter Steinmeier

Ich freue mich, daß heute meine Initiative #goinclusive auch von ganz oben, also vom Bundespräsidenten anerkannt wird und ausgezeichnet wurde.

Gutes Design, gute Architektur, gute Wissensvermittlung ist immer für ALLE Anwender verständlich und nutzbar. Dazu haben wir (schweizergestaltung, Werk5 und ich) uns zusammengeschlossen und beraten und unterstützen Unternehmen, Designer, Museen, Institutionen, Produkthersteller und die Politik dabei, diese Aspekte ohne ästhetische oder inhaltliche Abstriche umzusetzen.

Auszeichnung: ausgezeichnete orte

Was Layouter bzw. Editorial-Designer und Web-Designer falsch machen können

Eigentlich ist es ganz einfach. Aber leider nur, wenn der/die Layouter bzw. Editorial- oder Web-Designer von Anfang an, also beim Aufbau des Dokuments fünf simple Regeln beachten. Wenn sie das nicht tun, dann wird es praktisch unmöglich (weil beinahe unbezahlbar) hinterher ein PDF, ein Ebook oder eine Website barrierefrei zu machen.

Barrierefreie Layouts für E-Books und Websites haben

  1. einen konsequent strukturierten Inhalt,
  2. eine logische Lesereihenfolge je Seite und insgesamt,
  3. eine klare und beschreibende Sprache,
  4. Als Alternative zum Visuellen beschreibende Alternativtexte für Bilder und Grafiken,
  5. Metadaten mit Informationen über das Buch bzw. die Website.

Diese fünf Richtlinien sind schon lange internationaler Standard und jede Layoutsoftware bietet diese Möglichkeiten an. Dieser Standard bildet die  Bedingung und Grundlage für barrierefreie elektronische Publikationen. Er ist auch die Voraussetzung für die allgemeine Flexibilität von E-Books und ihre Weiterverwertung in anderen Medien und Kanälen. Die Kosten für die Weiterverwertung eines einmal korrekt aufgebauten Inhalts als App, Website, Ebook sind nur noch ein Bruchteil bzw. gehen bei Verwendung entsprechender Exporte gegen Null. Außerdem wird erst dadurch seheingeschränkten Menschen möglich, Schriftart, Schriftgröße und Kontraste über das Betriebsystem oder die Viewer-Software individuell anzupassen. Blinde können sich das E-Book oder die Website von dem im Betriebsystem des Computers oder Mobile Devices enthaltenen Screen Readers vorlesen lassen und über das Inhaltsverzeichnis zu den Kapiteln und Überschriften direkt navigieren.

Machen Sie es konsequent und richtig. Das ist gutes Design, spart erhebliche Folgekosten, ist nachhaltig und schließt nicht so viele Menschen vom Konsum der Publikation aus.